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Der dänische Schriftsteller Hans Christian Branner ist einer der wichtigsten Roman- und Hörspielautoren, aber auch Theaterautoren der dänischen Nachkriegszeit. Mit “Keiner kennt die Nacht” schrieb er 1955 den bedeutendsten Roman dieser Zeit, das Thema des besetzten Dänemarks wurde hier wie in seiner Novell “Angst” beklemmend und eindrücklich beschrieben. Als Stücke wurden “Suchende”, “Thermopylae” und “Der Ritter” übersetzt.
In Deutschland ist H.C. Branner vor allem dadurch bekannt geworden, das er als erster dänischer Autor begann mit der Form des Hörspiels freier und experimenteller umzugehen. Die Auflösung des Dialoges, Schnitte und Zeitsprünge, plötzlicher Wechsel der Ebenen sind in den Sechzigern in Deutschland neu gewesen, seine Hörspiele wie “Ich liebe dich”, “Der Hunderter”, “Ein Spiel um Liebe und Tod” wurden übersetzt und präsentiert. Da es in diesen Hörspielen um das klassische Thema der Liebe aus einer romantischen Perspektive ging, und H.C. Branner auch sehr effektsicher und stilvoll mit den Mitteln des Hörspiels umging, konnte man sich eines großen Publikums sicher sein.
Weniger bekannt wurden seine “abgründigeren” oder “dunkleren” Arbeiten in diesem Bereich, wie etwa das Hörspiel “Die Dunkelheit zwischen den Bäumen”, das wir Ihnen als erstes Werk Branners nahe bringen möchten. Seine moderne Form lässt es heute auch als Stück spielbar erscheinen, so dass wir es neben dem Hörspielbereich auch für Studioproduktionen der Theater empfehlen möchten.
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